Heute waren die Wahlen in Wien. SPD hat verloren, ÖVP hat massiv verloren und die FPÖ hat Zuwächse die einfach falsch sind. Nicht das in Deutschland dies besser wäre, hier gibts genauso eine mannigfaltige Politikverdrossenheit und was ausser Wahlen und Demonstrationen haben die Bürger eigentlich für eine Alternative? Themen bestimmen die Schlagzielen, keine Ideen und Inspiration. Eitelkeiten füllen die Medien anstelle Inhalten. Die einen haben Angst um ihre Nation, die Kultur und Identität, da fühlen sich welche alleine und dort drüben sehen sie Ungerechtigkeiten die nicht gesühnt werden und viele haben Angst um ihre Jobs.
Obwohl, solange noch jedes Jahr zehntausende Deutsche nach Österreich zum Arbeiten kommen ist das schon nicht so schlimm. Was ist also los in Wien und warum gibts es in regelmässiger Unerfreulichkeit den Hang vieler Bürger den Schritt nach rechts zu machen. Liegt es an einer gefühlten Bevorzugung von Einwanderern, liegt es daran das viele meine wir geben unsere Kultur langsam aus den Händen und öffnen uns zu stark oder ist es die Abwanderung von Arbeitsplätzen in die Billiglohnländer?
Um das Letztere zu verhindern sollte man ein Gesetz erschaffen das die heimische Wirtschaft an erste Stelle stellt und nicht die Globalisierung. Wenn ein abgewanderter Arbeitsplatz teurer ist als ein einheimische, dann werden es sich einige überlegen.
Niemand braucht 20 Pullis, die Hälfte reicht und die kaufe ich nicht von Anbietern welche die heimische Wirtschaft schädigen. Nichts gegen den internationalen Handel, aber vieles können wir in unseren Heimatländern einfach viel besser, vielleicht ein wenig teurer aber mir ist mein Nachbar lieber…
Der Austausch der Kulturen, wo die auch immer stattfindet, ist wunderbar, wichtig und bringt uns weiter. Warum aber fühlen sich soviel Menschen mit dem zunehmenden Islam so unwohl? Liegt es daran das unsere Werte nach jahrhundertelanger katholischer Auslegungsperversion eben nicht mehr durch diese versaut werden und wir langsam erkennen das unsere kulturellen und spirituellen Wurzeln nicht mehr ganz so fest an uns hängen? Sondern wir uns langsam ein auf den richtigen Werten basierendes Dasein erbauen und das nun scheinbar, vielleicht auch real, vornehmlich vom Islam bedroht wird.
Fühlen wir uns unwohl weil wir eigentlich als Menschen klare Grenzen und Regeln brauchen und diese immer mehr weggewaschen werden? Oder folgen wir keinen Regeln mehr weil soviele, vor allem Privilegierte sich die Gesetze so manipulieren wie sie es gerade brauchen, diese Regeln so aufstellen das sie für einige Wenige einen Vorteil erbringen und für die Bürger nicht? Oder gibt es einfach zuviele Regeln die keiner mehr kapiert und dann das Vernunftzentrum im Gehirn einfach den Modus auf "Nichtwahrnehmen von Schwachsinn in ungesunder Menge" schaltet? Und das einem das meiste egal wird weil man seine Zeit nicht mehr mit Zeitverschwendung verschwenden will?
Aber das nur nebenbei. Vielen Menschen in den westlichen Nationen geht es nicht gut. Sie werden sauer wenn sie sehen das manch anderer bevorzugt wird und viele zuhause werden vergessen. Wir müssen Versagern aushelfen, wir müssen Betrügern aushelfen, wie Banker und griechische Politiker, wir müssen Politiker ertragen die so blöd sind das die sich anlügen lassen. Nicht verwunderlich wenn viele in der Politik nicht mehr ernstgenommen werden.
Dann kommen die auf den Plan welche nur dann Gehör finden wenn irgendwo Schwarzgeld erwirtschaftet werden kann und/oder die generelle Stimmung in einem Land nicht die beste ist, einige Schwachstellen in mentalen Abwehrverhalten gegenüber Schwachsinn und Hass, aufgetaucht sind und dann das rechte Virus in Form von blöd grinsenden ach so lockeren FPÖ Politikern einige Schwachstellen in diesem Metabolismus findet und gnadenlos andockt.
Das alles ist auch der SPÖ und der ÖVP zu verdanken. Denn mit guter Politik für die Menschen gibt's diese Andockstellen nicht und wenn man zufällig mal im Vorbeigehen befallen wird, dann wischt man sich einfach den Arm ab. Aber die haben wir nun mal nicht, das Licht ist fahl und riechen tut es nicht mehr nach duftenden Gärten sondern nach einer Realität die nicht viele wollen. Irgendwie ist es so…
Da sitzt nun ein Kind das sich einsam, verlassen und nicht beachtet fühlt in der Küchenecke und niemand hört ihm bei seinen Problemen zu. Das Kind fühlt sich scheisse weil alle nur klug daherreden. Dann klingelt es auf einmal auf der Strasse und der uns wohl bekannte und an fröhliche Kindertagen erinnernde Klingelton weihnachtesker Schönheit, lässt und kurz die Jahre des Schreckens vergessen und das Kind nach draussen laufen lässt.
Geblendet von der Sonne übersieht sie das der Auspuff raucht und stinkt, sie sieht nicht das die Farbe abblättert und auch nicht dass das Eis nicht aus dem Kühlschrank kommt sondern aus dem Abfalleimer. Aber das Kind freut sich so das mal etwas schönes geschieht und verliert dabei den klaren Blick.
Nach dem Genuss des Eises geht das Kind ins nächste Wahllokal und wählt FPÖ.
Es ist in Österreich auch nicht anders als hier in Deutschland oder anderswo. Die Menschen haben einfach keine Lust mehr von der Politik nicht ernstgenommen zu werden und Menschen zuzuhören deren Charakter sich eher in die Zeit der Sonnenkönige passt als in die Moderne.
Aber die Bürger haben eine Verantwortung gegenüber den Nationen denen sie angehören. Sie müssen das Land aktiv mit gestalten und nicht alles in die Hand mehr oder weniger demokratisch gewählter Vertreter.
Denn das Land gehört den Menschen und nicht Politikern und Unternehmen. Parlamente, rafft das endlich das ihr primär euren Landsleuten verpflichtet seid, denn nur wenn es denen gut geht können sie den Armen der Welt auch helfen. Partnerschaften sind wichtig, Freundschaften sind wichtig, Kommunikation ist wichtig. Wir alle sind wichtig…
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